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Große Pflanzenfresser als Landschaftsgestalter

Von Natur aus gehören Große Pflanzenfresser in die Landschaften Mitteleuropas. Zu diesen Tieren zählten noch zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren u.a. Mammut, Wildpferd, Riesenhirsch, Auerochse und Wisent, sämtlich Arten, die durch den Menschen ausgerottet oder aber im Bestand sehr stark dezimiert wurden. Stellt man sich eine Herde wilder Pferde, zusammen vielleicht noch mit Auerochsen und Wisenten in unseren Wäldern vor, dann wäre in recht kurzer Zeit der Baumbestand stark in Mitleidenschaft gezogen, würde sich auflichten, schließlich auf vielen Arealen verschwinden und durch Graslandvegetation, bunt blühende Wiesenflächen, abgelöst werden.

Situation und Erfordernis für die Landschaftspflege

Viele dieser früher natürlichen Landschaftsgestalter fehlen heute bis auf wenige Reste in unseren Landschaften. Mit der Ausbreitung der Landwirtschaft ab der Zeit vor etwa 6.000 bis 7.000 Jahren bis in unseren Raum wurden die früheren Funktionen der Großen Pflanzenfresser teilweise durch die Landwirtschaft übernommen, weil diese Weidetiere mitbrachten und zusätzlich durch Waldrodung mit späterer Ackernutzung offene Flächen schufen.

Diese frühere Landwirtschaft wird als extensiv bezeichnet obgleich durchaus intensive Landschaftsveränderungen und Nutzungen erfolgten. Es fehlten jedoch u. a. der heute bekannte hohe Mechanisierungsgrad sowie vor allem die gezielte Standortbeeinflussung durch intensive Düngung und Applikationen von chemischen Vernichtungsmitteln für Konkurrenten der Kulturpflanzen. Deren Einsatz erfolgt gegen Wildpflanzen in Form von Herbiziden und gegen Wildtiere unter Verwendung vieler verschiedener chemischer (Schädlings)Bekämpfungsmittel, die allerdings immer auch Nützlinge treffen und damit die biologische Vielfalt verringern.

Anmeldung

Informationen zum Verein

Anschrift
Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V.
Am Mühlenfließ
15377 Waldsieversdorf

Vorsitzender
Dr. agr. Dr. rer. nat. Jörg Hoffmann

Webseite
www.vogelschutz-maerkische-schweiz.de