Vereinslogo Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V.

Die Vogelberingung hat im Verein eine lange Tradition. Seit den 1970er Jahren werden systematische Vogelberingungen durchgeführt. Einen Schwerpunkt bilden dabei „Schilfbewohner“ und Wasservögel. Ein wichtiges Gebiet, in dem aktuell die Vogelberingung durchgeführt wird, sind die Altfriedländer Teiche. Kontaktperson für die Vogelberingung im Verein ist Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Über die Jahre wurden einige Tausend Individuen beringt und immer wieder interessante Rückmeldungen aus vielen Teilen Europas sowie auch Afrikas registriert. Fernfunde von in Altfriedland beringten Flussseeschwalben stammten z. B. aus Namibia und Südafrika, die Informationen über die enormen Flugstrecken und Wanderrouten einiger der heimischen Brutvogelarten ermöglichen.

Die Vogelberingung darf nur durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte mit staatlicher Beringungsgenehmigung durchgeführt werden. Sie ist meist in übergeordnete Beringungsprogramme zur Erforschung des Vogelzuges eingebunden. Entsprechende Qualifizierungen und Zertifikate werden an den staatlichen Vogelschutzwarten vergeben. Sie zu erhalten erfordert jedoch langjährige ornithologische Feldkenntnisse, umfangreiche Schulungsmaßnahmen sowie genaues Wissen über die Techniken der Vogelberingung.

Für die Vogelberingung ist der Fang von Vogelindividuen im Freiland erforderlich. Dies erfolgt auch um die Tiere biometrisch zu vermessen und ihnen schließlich einen Ring zu versehen, der genau auf das Gewicht der Vogelarten abgestimmt ist, um nicht zu einem allzu großen Hindernis zu werden. Die Ringe enthalten meist den Namen der zuständigen Vogelwarte sowie numerische Kodierungen, die je nach Ringart und -größe zur späteren Identifikation nur einmal vergeben werden.

Für den Fang sind verschiedene, standardisierte Techniken, z. B. Stellnetze in angelegten Schneisen im Schilfbestand und Reusen auf teilweise offenen Flächen, möglich. Verwendete Fangeräte müssen, um Schäden bei den Vögeln zu vermeiden, in kürzeren Zeitabschnitten kontrolliert werden. Meist werden dabei erwachsene (adulte) Tiere sowie flugfähige Jungvögeln gefangen und beringt. Darüber hinaus werden jedoch vor allem bei größeren Vogelarten, z. B. Greifvögel, Seeschwalben und Möwen, die noch nicht flüggen Jungvögel direkt im Horst bzw. Nest ab einem bestimmten Alter mit einem Ring versehen.

Anmeldung

Informationen zum Verein

Anschrift
Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V.
Am Mühlenfließ
15377 Waldsieversdorf

Vorsitzender
Dr. agr. Dr. rer. nat. Jörg Hoffmann

Webseite
www.vogelschutz-maerkische-schweiz.de